HOLZSCHWELLEN

Für die Qualitätssicherung und Lieferbedingungen von Eisenbahn-Holzschwellen bestehen umfangreiche Vorschriften, die teilweise auch international normiert wurden (UIC-KODEX 863 V 1.1.1956 - Technische Lieferbedingungen für ungetränkte Holzschwellen /Regelspur- und Breitspurgleisschwellen sowie Weichenschwellen/ mit Folgebestimmungen).

Ein gebräuchliches Mass für normalspurige Holzschwellen ist 150 x 260 x 2.600 mm (sog. Typ I B). Dabei werden die Schwellen im oberen Teil angeschrägt, so dass die rechtwinklige Seite nur eine Höhe von 110 mm hat und die obere Auflagefläche eine Breite von 160 mm aufweist. Für Weichenschwellen vom Typ I B betragen die Maasse 150x260x2.600 mm, die rechtwinklige Seite ist 120 mm hoch und die Auflagefläche 190 mm breit.

Weitere gebräuchliche Masse für Normalspur-Schwellen sind 2750+/- 20x250+/-5x180+/-5 mm (AI) sowie 2750+/-20x230+/-5x160+/-5 (AII).

Für Schmalspurschwellen gibt es gebräuchliche Masswerte, aber keine verbindlichen internationalen Normen. Gebräuchliche Werte sind:

SPURWEITE POLEN DEUTSCHLAND
600 mm "W 1" 1500x200x125 mm 1500x160x260 mm
750 mm "W 2" 1600x200x125 mm 1800x160x260 mm
1000 mm "W 3" 1800x200x125 mm 2000x160x260 mm

Für Frankreich bestimmt die technische Spezifikation der Staatsbahn SNCF Nr. 634-C vom Januar 1957 über die Abmessungen der Schmalspur-Holzschwellen.

LÄNGE BREITE DER UNTEREN SEITE DICKE
2 m 0,24 bis 0,20 m 0,15 bis 0,13 m
1,80 m 0,24 bis 0,18 m 0,14 bis 0,12 m
1,30 m 0,18 m 0,12 m

Die am häufigsten verwandten Typen waren die folgenden:

2,00 x 0,20 x 0,12 m
1,80 x 0,20 x 0,12 m
1,80 x 0,18 x 0,12 m
1,30 x 0,18 x 0,12 m

Ausserhalb der SNCF haben die Bergwerke oft die folgenden Abmessungen verwendet:

1,20 x 0,18 x 0,12 m
1,00 x 0,18 x 0,12 m

Durch diese Unterschiede variiert die Ergiebigkeit eines Kubikmeters Holz stark. So können nach den polnischen Bräuchen für 750 mm Spurweite aus einem m³ Holz 25 Holzschwellen gewonnen werden. Nach deutschen Regeln sind nur 13,35 Holzschwellen zu gewinnen.

NEUE HOLZSCHWELLEN AUS POLEN

Wir bieten neue Holzschwellen für Normal- und Schmalspur aus Kiefer (pinus sylvestris) an - Herkunft Polen, Lieferbedingung: loco Imprägnieranstalt Polen. Der derzeitige Preis beträgt 269 €/m³.

Im selben Preis wie Kiefer ist - loco Imprägnierwerk Polen - aus ESTLAND Schwellenholz der Gattung PICEA ABIES - Rottanne/Fichte - zu erhalten. Auch die folgenden Angebots-Richtpreise für EICHE und SIBIRISCHE LÄRCHE aus Estland sind loco Imprägnieranstalt Polen. Sie beziehen sich auf die oben genannten deutschen (D) und polnischen (PL) Schwellenabmessungen und auf Behandlung mit dem WOLMANIT-Imprägniermittel. Die Sibirische Lärche gilt hierbei als besonders widerstandsfähig und kann aufgrund hohen Harzgehaltes unbehandelt eingesetzt werden. Am leichtesten zu imprägieren ist Kiefer, am schwierigsten Buche. Bei der Kalkulation ist auch zu bedenken, dass auf Harzholz wie Eiche oder Buche die Schienen direkt ohne Unterlegplatten montiert werden können. (Preise netto ab Polen in EUR)

Der Transport zum Kunden kann von Polen per Bahn oder Lastwagen erfolgen. Dabei nimmt ein Standard-Lastwagen 35 m³ Kieferschwellen und 26 m³ Lärchen- und Eichenschwellen auf.

HOLZART LATEINISCH SPURW. Stck. je m³ PL/D PREIS PL+D unbeh./beh. PREIS 1 Schwelle unbeh./beh.
Eiche Quercus robur 600 mm 26,60 / 16,02 je m³: 680 / 762 PL:25,60/29,30*D:42,45/47,63
Eiche Quercus robur 750 mm 25 / 13,36 je m³: 672/ 754 PL:26,90/30,16*D:50,33/58.-
Sib.Lärche Larix Sibirica 600 mm 26,60 / 16,02 je m³: 623/ 705 PL:23,43/27,12*D:38,91/44,06
Sib-Lärche Larix Sibirica 750 mm 25 / 13,36 je m³: 611/ 693 PL:24,42/27,72*D:45,71/53,31

IMPRÄGNIERUNG

Wir empfehlen das deutsche Mittel WOLMANIT. Bei Fachseminaren, im direkten Kontakt mit dem Forschungslabor des Herstellers und aus der Bahnpraxis sind wir von der Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit dieses Mittels überzeugt worden. Alle europäischen Umweltnormen werden deutlich unterschritten, das Mittel hat somit die nötigen Zertifikate, um international eingesetzt werden zu können.

Einzelheiten zu dem Tränkungsverfahren:

Das deutsche mineralsalzhaltige Mittel WOLMANIT wird nach der sog. Bethell-Burnett-Methode (Vollzellenmethode) behandelt.

Dagegen werden ebenfalls anzubietende Kreosot-Öle nach der Rüping-Methode auf das Holz verbracht. Hierbei sieht der Prozess folgendermassen aus:

 

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